Rally Obedience?

Rally Obedience, eine noch relativ junge Sportart, ist auf Deutschlandtour. Noch eine Hundesportart? Wozu?
 
Rally Obedience eignet sich für alle Menschen und Hunde. Egal ob groß oder klein, mit oder ohne Handicap, Anfänger oder Profi. Die Bewertungsrichtlinien sind weniger streng als im Obedience und Aufmunterungen des vierbeinigen Teampartners sind nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. In den Einsteigerklassen dürfen beispielsweise auch Futterbrocken zur Motivation gereicht werden.
 
Es wird ein Parcours aus Stationen gebaut. Die Stationen bestehen aus Schildern, die dem jeweiligen Team angeben, was zu tun ist und in welche Richtung es weitergeht. Der Hundeführer nimmt nun seinen Hund bei Fuß und arbeitet den Parcours möglichst schnell und präzise ab.
 
Man findet im Parcours Übungen wie Sitz, Platz, Steh, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es gibt Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links, außerdem 360° Kreise. Andere Stationen fordern z.B. auf, einen Slalom um Pylonen zu machen oder den Hund über eine Hürde zu senden oder abzurufen. Es fehlen natürlich auch nicht die so genannten Bleib- oder Abrufübungen. Eine Besonderheit dürfte auch die Übung zur Futterverweigerung sein, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbei gehen muss, ohne dass der Hund sich bedient. Bewertet wird nach Punkten und Zeit, allerdings steht die Bewertung nicht im Vordergrund.

In einigen Hundesportarten gibt es Mannschaftswettbewerbe. Beim Agility beispielsweise gibt es sogar einen Mannschaftsweltmeister, aber auch regionale Vereinsmeisterschaften, beim Obedience gibt es eine Länder-Teamwertung. Diesen Wettbewerben wohnt eine besondere Stimmung inne. Es ist natürlich schön, mit dem eigenen Hund ein Wunschergebnis zu erreichen. Aber "für ein Team" eine Leistung zu bringen ist nochmal ein ganz anderes Wettbewerbsgefühl. "Wir gegen den Rest der Welt" macht einfach mehr Spaß, deshalb haben Einzelsportarten für sich Sonderauswertungen wie die Vereinsmeisterschaft entdeckt.

Auch beim Rally Obedience gab es schon Mannschaftswettbewerbe und nun möchten wir gern eine größere Bewegung deutschlandweit daraus werden lassen. Im Gespräch per E-Mail, in sozialen Netzen und persönlich entstanden Ideen, Verbesserungen und mittlerweile gibt es ein erstes Konzept und ein Pilotprojekt.

Nach diesen Vorüberlegungen wurde ein Sponsor gefunden, so dass  Rally Obedience als Mannschaftswettbewerb unter wirklich öffentlichkeitswirksamen Bedingungen durchgeführt werden kann. 2016 fand die Premiere statt - vor 16.000 Zuschauern wurde um den ersten großen ROMM-Pokal gekämpft.

Du möchtest beim ROMM dabei sein? Da kommen mehrere Möglichkeiten infrage:

  • Teilnehmen

Wenn du an den Start gehen möchtest, benötigst du zuerst einmal 3 Mitstreiter. Das können deine Vereinskollegen oder deine Hundeschulbekannten oder Mitglieder deiner Trainingsgruppe sein. Wichtig ist das "Wir-Gefühl" - ihr solltet zusammen trainieren, euch gut kennen und ihr werdet gemeinsam an den Vorqualifikationen teilnehmen. 

  • Helfen

Bei so einem großen Event werden natürlich auch einige Helfer benötigt. Sie fungieren als Starteinweiser, bedienen den Auswertecomputer, notieren die Ergebnisse und kümmern sich um die Papiere. Für all diese kleinen Jobs rundherum suchen wir gern engagierte Leute. Als Dankeschön gibt es neben der Eintrittskarte ein Erinnerungs-T-Shirt und ein kleines Verpflegungspaket.

  • Organisieren

Für die Betreuung der Regionen und ihrer Vorläufe werden "Regionskapitäne" benötigt. Einige Regionen sind schon gut aufgestellt, weitere brauchen aber noch einen Chef für ihren Ring. Wo schon ein Regionsleiter vorhanden ist, werden Ausrichter für die Qualifikationsturniere benötigt. Vielleicht möchte ja dein Verein einmal Gastgeber sein?